Was gehört wohin? Was kann wiederverwendet werden? Und wie wird aus Abfall wieder ein Rohstoff? Antworten darauf gab es am Samstag, 12.09.26, beim Tag des offenen Wertstoffhofes in Herzberg. Von 14 bis 17 Uhr hatten der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster (AEV) und die Remondis Brandenburg GmbH auf den Wertstoffhof in der Osterodaer Straße eingeladen.
Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, mitzumachen und einen Blick hinter die Kulissen der Abfallentsorgung zu werfen. Im Mittelpunkt standen Fragen, die im Alltag immer wieder auftauchen: Joghurtbecher mit oder ohne Deckel? Wohin gehört der Briefumschlag mit Sichtfenster? Und was passiert mit einem Kassenbon? Die Abfallberatung des AEV zeigte direkt vor Ort, wie richtige Abfalltrennung im Alltag funktioniert - anschaulich, praxisnah und verständlich. Bei Wissensrallye und Abfalltrennspiel konnten Kinder und Erwachsene ihr Wissen testen. In der Kreativwerkstatt entstanden aus gebrauchten Getränkeverpackungen neue kleine Gegenstände zum Mitnehmen.
Ein Containerfahrzeug gab zudem Einblicke in die Technik, die auf dem Wertstoffhof und bei der Abfallentsorgung täglich zum Einsatz kommt. Wie aus Abfall wieder ein Wertstoff wird, ließ sich am Beispiel der Metallsammlung anschaulich nachvollziehen: sammeln, sortieren, verwerten. Richtige Abfalltrennung schafft damit die Grundlage dafür, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen und Fehlwürfe zu vermeiden.
Der AEV nutzte die Gelegenheit, auf dem Wertstoffhof Herzberg die „Fundgrube“ zu testen. Gut erhaltene Gegenstände können dort abgegeben und von anderen kostenlos mitgenommen werden. So bleiben Bücher, Spielsachen und andere brauchbare Dinge länger in Nutzung und werden nicht vorschnell zu Abfall. Der Testlauf stieß auf positive Resonanz.
Der AEV und die Remondis Brandenburg GmbH werden prüfen, ob und in welcher Form die Fundgrube dauerhaft auf dem Wertstoffhof Herzberg eingerichtet werden kann. So verbindet die Fundgrube Wiederverwendung mit konkreter Abfallvermeidung. Fotos: Steffen Rasche